Lehrer und Schüler lieben Geschichten und Lehrer lassen gerne Geschichten
interpretieren. Hier Eure Geschichte liebe Lehrer:
Eines Tages saß ein Frosch an einem Fluss. Ein Skorpion kam des Weges und
sagte: "Herr Frosch, ich würde gerne den Fluss überqueren, aber ich bin
ein Skorpion und kann nicht schwimmen. Wären Sie so freundlich, mich auf den
Rücken zu nehmen und mit mir hinüberzuschwimmen?"
Und der Frosch sagte: 'Aber Sie sind ein Skorpion, und Skorpione stechen Frösche."
Sagte der Skorpion: "Warum sollte ich Sie denn stechen? Ich möchte ans
andere Ufer hinüber!" "Nun gut", sagte der Frosch,
"steigen Sie auf meinen Rücken, und ich bringe Sie hinüber."
Sie hatten den Fluss zur Hälfte durchquert, als der Skorpion den Frosch
stach. Der Frosch wand sich vor Qualen. Mit seinem letzten Atemzug sagte er:
"Warum haben Sie das getan? Jetzt ertrinken wir beide!"
"Weil", sagte der Skorpion, "ich ein Skorpion bin, und
Skorpione stechen Frösche!"
Welche Möglichkeiten haben Sie als Lehrer?
Laut Schulgesetz haben die Eltern ein Recht auf Bildung ihrer Kinder und Sie
als Schule die Pflicht dafür zu sorgen, dass Bildung möglich ist. Mobbende
Schüler verhindern das Recht auf Bildung in vielfältiger Form. Es muss sich
also etwas verändern.
Sie werden an der Ausführung Ihrer Pflicht gehindert und das ist auch Ihr
Ansatzpunkt. Kommen Sie nicht auf die Idee den Schüler "Karl" zu
strafen, weil er den Schüler "Fritz" gemobbt hat. Diese Beweisführung
dürfte Ihnen ziemlich schwer fallen. Im Handumdrehen haben Sie
'uneinsichtige' Eltern und jede Menge Beschwerden in der Schule.
Nehmen Sie die Störungen Ihrer Arbeit als Anlass zum Eingreifen. Berufen Sie
eine Klassenkonferenz ein, um zu gewährleisten, dass Ihre Kollegen mit Ihnen
an einem Strang ziehen. Das Thema an einem Pädagogischen Tag (- oder wie
diese pädagogischen Besprechungen heißen mögen -) zu behandeln, ist eine
gute Idee.
Informieren Sie den Gesamtelternbeirat und die Schulkonferenz über Ihre
Beschlüsse. Verfallen Sie nicht dem Glauben, sie könnten wirklich beim Schüler
etwas verändern, solange es "geil ist, ein Arschloch zu sein."
Setzten Sie dafür klare Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.
Beachten Sie die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Einem Grundschüler
Schulausschluss zu geben wäre ziemlich daneben.
Bleiben Sie konsequent. Wenn Sie Tagebucheinträge machen, dürfen sich diese
nicht auf 20 oder 30 anhäufen, sondern müssen sehr rasch Konsequenzen haben.
Sie machen sich sonst unglaubwürdig und lächerlich.
Schöpfen Sie in aufsteigender Reihenfolge die Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen
aus, die Ihnen das Schulgesetz bietet. Scheuen Sie sich nicht, auch einen
dauerhaften Schulausschluss zu vollziehen. Scheuen Sie sich auch nicht davor,
der böse Lehrer zu sein. Der Böse ist am Schluss der Gute!
Es gibt dutzende von Unternehmen in der freien Wirtschaft, die im Falle des
Mobbings sogar beiden - dem Mobber und dem Gemobbten - fristlos kündigen!
Eine gute Idee ist es das Thema Mobbing - bzw. besser: "Die Würde des
Menschen" -
in verschiedenen Unterrichtsfächern zu behandeln.
Mehr Informationen und Unterrichtsmaterialien gibt es auf unserm Portal
unter der Adresse
http://www.schueler-mobbing.de
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